Montag, 15. November 2010

Der Pate

Buona Sierra antwortet eine heisere Stimme am Telefon und ich denke, am anderen Ende ist der späte Marlon Brando. Buona Sierra antworte ich und frage, ob für den Abend ein Tisch für zwei (Ms Moon und mich) verfügbar sei. Allerfeinster italienischer Akzent will wissen wann ich komme und wie ich heiße und ich erwarte einen Abschied im Sinne von "Meine Tochterr ic chabe Dirr eine Geffalen getan, nun wird irgendwann der Moment kommen, wo Du mirr eine Geffalen schuldest" oder "Freundschaft und Geld ist wie Wasserrr und Öl". Aber ich werde nur freundlich verabschiedet.
Zur Feier der Selbstverteidigung wollen wir ins 'Il Padrino' (Kirchenstr.) und der Grund, dass es sich hier um keine BOP handelt ist, dass Mr P. nicht dabei war und ich die Chance auf handgemachte Pasta mit dem Namen Cuoricini nicht verstreichen lassen konnte. Ich bekam dann tatsächlich zu 9,50 herzförmige (mit Nuss und Gorgonzola) gefüllte Pastateilchen in formidabler Arrabiatasauce, während Frau Moon sich die schwarzen Spaghetti mit Venusmuscheln einverleibte. Beides war vorzüglich, unsere Veneto Sprizz ebenso und daher bleibt mir nur der Verweis auf die sicherlich bald folgende BOP V. Padrino hat, nach Übersicht auf den Nachbartischen, Chancen auf einen guten Platz.
Das Ambiente ist sehr romantisch, der Service für einen gemütlichen Abend langsam genug und dennoch zuvorkommend und ich wüsste gern, wo der Kellner sich seine Augenbrauen machen lässt.

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