Sonntag, 8. August 2010

El Perro y ...oder warum Spanier so wortreich sind

Zunächst: mich nervt an dieser Stadt, dass man immer reservieren muss, wenn man einfach nur essen gehen will. Das verstehe ich nicht, aber bitte, so lange ich für einen Restauranttisch keine Maklergebühr zahlen muss, sollte ich mich nicht beschweren. Eine Spontanverabredung mit den Herren und Damen Wupper sollte mithin um 20:15 enden, da der Tisch ab da vergeben war. Entsprechend engagiert spazierten die Servicekräfte an unserem Tisch im "El Perro y el Griego" vorbei, um zu klären ob wir uns endlich entschieden haben. Den Sozialdruck ignorierend entschieden die Damen Wupper sich für Tapas (Speckpflaumen - wirklich ausgesprochen lecker, aber kann man da was falsch machen?) gefüllte Crepes (5 Euro, keine Beschwerden) Salat mit Hähnchen (11,00 Euro) (mit welchem Dressing ist das? nach einigem Überlegen antwortete die Servicekraft: "mit Senf, ich musste überlegen, was das auf deutsch heißt", da lacht das multikulturelle Akademikerherz: ach! was heißt das denn auf spanisch? "keine Ahnung, ich bin Griechin").

Da Kerstin vom Divenstudio will, dass ich mehr Eiweiß esse, entschied ich mich fürs Tilapiafilet mit Spinat, Reis und Zitronensoße (zu im Vergleich zu den restlichen Gerichten günstigen 11,90 Euro). Zitronensoße übt bei mir auf Speisekarten immer einen Bestellreflex aus - ohne dass ich sagen könnte, dass sie wirklich immer gut ist. Diese war etwas stärkelastig, der Bittergeschmack und die Säure hingegen gut abgestimmt und vor allem perfekt zum Sauvignon Blanc (5,90 Euro).

Alles in Allem kein schlechter Spanier, die Tapasauswahl sah gut aus, der Ort ist hübsch, schummrig, schmusig, die Getränke gut aber teuer. Insgesamt wäre mir der Name zu wortreich um mich erneut dort zu verabreden, sprich, bis ich daran denken würde, hätte ich wahrscheinlich einige Alternativen, die ich vorziehen würde.

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